Gesundheitsreform 2010

9. Mai 2008 von Rettungsbiber

„Die Leitstelle hat uns ein ‚über Draht kommen‘ geschickt, kann ich bei euch auf der Wache mal telefonieren?“ „Nur über das Handy vom NEF, unsere Telefonanlage ist ausgefallen — schon seit zwei Wochen.“ „Bitte? Wird die nicht mal repariert?“ „Anscheinend nicht. Das ist aber Absicht.“ „Wieso das?“ „Kostenersparnis. So können weniger unnötige Telefonate geführt werden. Außerdem kann niemand mehr vergessen, seine Privatgespräche einzutragen. Ingesamt also weniger Kosten. Demnächst wird der Anschluß ganz abgemeldet, dann spart man auch die Grundgebühr.“ „Das ist ja interessant. Naja, die Einsätze werden ja sowieso am Funk angenommen.“ „Eben. Das ist aber erst der Anfang von einer großen Kostendämpfungsaktion“ „Wie soll es denn weiter gehen?“

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Urlaubsreif

6. Mai 2008 von Rettungsbiber

Ein Einsatz, der wirklich nicht im geringsten eine Herausforderung darstellte. Und trotzdem sehr anstrengend war. Der Hausarzt war einfach nicht gekommen, sondern hat den Patienten an den Rettungsdienst weiterempfohlen. Der Patient wollte eigentlich nicht in Krankenhaus. Im gewünschten Zielkrankenhaus war die entsprechende Abteilung komplett belegt. Im Nachbarkrankenhaus auch. Die Leitstelle bemühte sich eher unmotiviert um ein geeignetes Bett. Im Krankenhaus wartet man auf die Unterschrift für den Transportschein, weil „der Arzt noch auf Intesiv beschäftigt ist“. Mit Pizza essen, wie wir feststellten, als wir uns dort hin begaben, weil wir nicht länger warten wollten. Aaargh!

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Führungskräfte

4. Mai 2008 von Rettungsbiber

Ich mache ja gerne gelegentlich auch ehrenamtlich Dienst, besonders wenn es „nette“ Einsätze sind.

Wenn aber im Vorfeld die Verantwortlichen sich schon nicht einig sind, wie der Einsatz organisiert werden soll, die Helfer völlig sinnlos auf einem einsamen Parkplatz an einer Bundesstraße postiert werden, dort keine Infrakstruktur außer einem bequemen Einsatzleitwagen vorhanden ist, sich die Führungskräfte — ohne mit den Helfern eine Einsatzvorbesprechung durchzuführen — sich in diesen zurückziehen; einem offensichtlich den Eindruck vermitteln, daß ihnen die „einfachen“ Helfer komplett egal sind, ja auf Beschwerden gar nicht reagieren, dann ist es wohl nicht verwunderlich, wenn der eine oder andere Helfer sich abmeldet und nach Hause fährt.

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Vatertag

2. Mai 2008 von Rettungsbiber

Am 1. Mai Nachtdienst ist eine gefährliche Sache. Und wir hatten auch prompt zwei stark alkoholisierte Patienten. Beides Frauen — das ist neu.

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Gurte retten Leben!

30. April 2008 von Rettungsbiber

„Den Einsatzkräften bot sich ein Bild des Grauens!“

Nein, im Ernst: In dem Fahrzeug war ein Insasse lediglich leicht verletzt, einer schwer und einer war tot. Wer war wohl nicht angeschnallt? Der tödlich Verletzte. Wenigstens war es nur der Hund.

Und ein Farbeimer ist irgendwie förmlich explodiert. Alles war weiß. War das eine Schweinerei …

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