Gesunder Menschenverstand

22. Mai 2008 von Rettungsbiber

Es gibt Eltern, die müssen erst von einem Leitstellendisponenten darauf aufmerksam gemacht werden, daß man auf eine mehr oder weniger stark blutenden Platzwunde am besten etwas drauf drückt. Und sie nicht einfach schön vor sich hin plätschern läßt. (Auf die Idee, dafür eine Kompresse aus dem KFZ-Verbandkasten zu nehmen, sind sie natürlich auch nicht gekommen, das alte Küchenhandtuch geht doch ebenfalls …) Wo waren diese Leute, als der Gehirnschmalz ausgegeben wurde?

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Urlaubsreif

6. Mai 2008 von Rettungsbiber

Ein Einsatz, der wirklich nicht im geringsten eine Herausforderung darstellte. Und trotzdem sehr anstrengend war. Der Hausarzt war einfach nicht gekommen, sondern hat den Patienten an den Rettungsdienst weiterempfohlen. Der Patient wollte eigentlich nicht in Krankenhaus. Im gewünschten Zielkrankenhaus war die entsprechende Abteilung komplett belegt. Im Nachbarkrankenhaus auch. Die Leitstelle bemühte sich eher unmotiviert um ein geeignetes Bett. Im Krankenhaus wartet man auf die Unterschrift für den Transportschein, weil „der Arzt noch auf Intesiv beschäftigt ist“. Mit Pizza essen, wie wir feststellten, als wir uns dort hin begaben, weil wir nicht länger warten wollten. Aaargh!

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Führungskräfte

4. Mai 2008 von Rettungsbiber

Ich mache ja gerne gelegentlich auch ehrenamtlich Dienst, besonders wenn es „nette“ Einsätze sind.

Wenn aber im Vorfeld die Verantwortlichen sich schon nicht einig sind, wie der Einsatz organisiert werden soll, die Helfer völlig sinnlos auf einem einsamen Parkplatz an einer Bundesstraße postiert werden, dort keine Infrakstruktur außer einem bequemen Einsatzleitwagen vorhanden ist, sich die Führungskräfte — ohne mit den Helfern eine Einsatzvorbesprechung durchzuführen — sich in diesen zurückziehen; einem offensichtlich den Eindruck vermitteln, daß ihnen die „einfachen“ Helfer komplett egal sind, ja auf Beschwerden gar nicht reagieren, dann ist es wohl nicht verwunderlich, wenn der eine oder andere Helfer sich abmeldet und nach Hause fährt.

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Halbe-halbe

25. April 2008 von Rettungsbiber

Der ehemalige Inhaber eines Taxi-Unternehmens wurde von uns in eine onkologische Abteilung gefahren. Während der Fahrt erzählte er mir, wie er bisher immer von seiner Frau zur Chemo-Therapie gebracht worden sei. Was der Kollege eines anderen Taxi-Unternehmens auch erfahren hat. Worauf er ihm vorgeschlagen habe, seinen Hausarzt doch dazu zu bewegn, daß er einen Transportschein für die noch anstehenden Termine bekomme. Er könne ja weiterhin von seiner Frau gefahren werden, aber den Transportschein an ihn zur Abrechnung weiter geben. Sie würden sich dann das eingenommene Geld teilen. So langsam ahne ich, wo meine horrenden Krankenkassenbeiträge bleiben.

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Kostenlos

11. April 2008 von Rettungsbiber

Es ist doch immer wieder nett, wenn die Leitstelle einen Rettungswagen zu Krankentransporten schickt.

Die Papiere sollten wir bitte vorher noch in der Hausarzt-Praxis abholen. Ah ja. Ich begutachte unseren Rettungswagen eingehend, finde aber nirgends ein Posthorn aufgeklebt.

Am Wohnungseingang erwartete uns schon die gut gelaunte Patientin mit ihrem Gepäck, nur ich war wieder etwas schwer von Begriff. So wurde mir erst auf Nachfrage klar, daß es sich schon um die Patientin und nicht um eine Angehörige o.Ä. handelte. Weiterlesen »

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