31. Dezember 2007

wtf?

Auf dem Weg zur Wohnung des Patienten kam uns der Doktor vom hausärztlichen Notdienst entgegen und signalisierte uns anzuhalten. Die Kollegin kurbelte das Fenster herunter, der Akademiker trat an selbiges und erläuterte uns umständlich den Weg. Dann hüpfte er schnell wieder in seinen Wagen und sauste davon.

Wir schauten ratlos auf unser Navigationsgerät mit der bereits geplanten Route und fragten uns, was der Patient eigentlich haben könnte.

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30. Dezember 2007

Bond-Abend

Bond-AbendGestern war ich zum ersten mal in meinem Leben in einer Spielbank. Der Abend — die Geburtstagsfeier eines Freundes — stand unter dem Motto Casino Royale, die Herren kamen im feschen James-Bond-Outfit, die Damen als Bond-Girls. Ich hatte mir einen stilechten schwarzen Siebziger-Jahre-Anzug geliehen, der hervorragend zum Motto paßte.

An der Bar wurden trockene Martinis geschlürft, auf den Roulette-Tisch lässig Zwei-Euro-Jetons geworfen, man gab sich cool und hatte viel Spaß. Wir amüsierten uns über die alten Damen an den Tischen, die mit Fünfzig-Euro-Jetons hantierten, staunten über das Einsatzlimit von 10.000 (!) Euro und bekamen bei unseren Minimaleinsätzen schon Herzklopfen, wenn die Kugel rollte.

Am Ende waren aus 20 Euro Einsatz 32 Euro geworden und die Drinks zu Kopf gestiegen, zufrieden verließen wir das Casino.

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27. Dezember 2007

Mein Haus

Die Patientin war etwas verärgert darüber, daß ihre Tochter den Rettungsdienst gerufen hat.

Die Antwort der Tochter: „Dann werde das nächste mal nicht in meiner Küche bewußtlos!“

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22. Dezember 2007

Vorschnell

Manchmal beginnt man einen Einsatz etwas vorschnell mit der Einstellung, daß einen wieder nur Unfug erwartet. Nehmen wir einmal an, um Zwei Uhr nachts geht der Melder. Die Leitstelle sagt einem etwas von einer Patientin, die gestern einen Katheter bekommen hat und jetzt „irgendwie Beschwerden hat“. Da denkt sich der eine oder andere ja schnell mal, daß das wieder eine nervtötende ambulante Uro-Fahrt wird.

Bei der Patientin angekommen stellt sich aber heraus, daß sie keinen Blasenkatheter bekommen hat, sondern eine Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt wurde. Und der Blick aufs EKG verheißt auch nicht grade das blühende Leben, sondern eine Tachyarrhythmie mit Frequenzen bis 180.

Was lehrt uns das?

  1. Vorurteile sind doof
  2. Patienten gut untersuchen
  3. Eine genaue Notfallabfrage durch das Callcenter ist wichtig, auch mitten in der Nacht

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21. Dezember 2007

Verramscht

Nach dem völlig überzogenen Hype um Apples Handy iPhone, wo Hinz und Kunz suggeriert wurde, Apple habe das Mobiltelefon neu erfunden und jeder Dödel müsse sich jetzt ein iPhone kaufen (man kann ja einen Kredit aufnehmen …), ist der Konsumterror außer Kontrolle geraten: Das Ding wird inzwischen beim Discounter Penny verramscht, grade einmal 11 Monate nach seiner Vorstellung und gut zwei Monate seit seiner Einführung in Europa. So hat sich das Apple sicher nicht vorgestellt, ist die Firma doch immer bemüht, ein Premium-Image zu pflegen. Das passiert, wenn man die Marketing-Maschine überdreht …

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